Wie funktionieren Suchmaschinen?

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Das Ranking

Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie viele Treffer eine Suchmaschine wie Google zu einer beliebigen Suchanfrage zu Tage fördert. Dies ist ganz klar der Größe des Web bzw. der immensen Anzahl an Webseiten geschuldet.
Doch wie unzufrieden wären wir, wenn die Suchergebnisliste nicht in irgendeiner Form sortiert wäre?
Wir wären genötigt alle Suchergebnisse durchzugehen und das kann bei etlichen tausend oder gar Milliarden Treffern schnell die Spanne eines Menschenlebens überschreiten.
Eine Sortierung der Suchergebnisse nach absteigender Güte ist folglich unumgänglich.

Anmerkung:Suchmaschinen müssen nicht unbedingt darauf ausgerichtet sein, sortierte Listen mit Treffern zu generieren. Stellen wir uns eine Bibliothekssuchmaschine vor, deren Ziel es ist, die Namen aller Werke eines Autors ausfindig zu machen. Hier liegt die Priorität auf der Vollständigkeit und nicht auf der Bewertung der einzelnen Treffer.

Die vier grundsätzlichen Ansätze

An dieser Stelle schlägt das Herz eines jeden SEOs höher, weiß er doch Alles über die Faktoren, die eine Suchmaschine veranlassen, die eigene Webseite möglichst weit vorne in der Suchergebnisliste erscheinen zu lassen.


Wir möchten die genaue Beurteilung dieser einzelnen Faktoren den Praktikern überlassen. Stattdessen wollen wir auf die vier grundsätzlichen Ansätze eingehen, auf deren Basis alle heutigen Suchmaschinen arbeiten.

Den Inhalt verstehend

In den vorangegangenen Absätzen habe wir im Grunde immer diesen Ansatz unterstellt: Es geht hierbei darum, den Inhalt einer Webseite möglichst gut zu verstehen und ihn in eine Relation zum eigegebenen Suchbegriff zu setzen.
Auch soll die Qualität und eventuell sogar die Korrektheit der bereitgestellten Informationen berücksichtigt werden.

Externe Beziehungen zur Webseite

Durch eingehende Link (Backlinks) werden einer Webseite Qualität unterstellt, ganz nach dem Motto: Wenn andere Webseitenbetreiber den Inhalt für „verlinkenswert“ erachten, scheint er gut zu sein.
Das bekannteste Beispiel für einen Algorithmus, der die eigehenden Links als Basis für eine Wertung der Webseite zu Rate zieht, ist der von Google verwendete Pagerank-Algorithmus. Hierauf wollen wir später etwas detaillierter eingehen.
Auch Facebook-Likes, Tweets und vergleichbare Elemente der Sozialen Medien, sind im Grunde genommen nichts anderes als Hyperlinks und lassen sich als Qualitätsmerkmal zur Bewertung von Inhalten hinzuziehen.

Feedback der Besucher

Als drittes lässt sich das Verhalten der Besucher in Bezug auf einen konkreten Inhalt auswerten. Verbringt ein Besucher eine lange Zeit auf einer Webseite, ist (eher) davon auszugehen, dass er sich den Inhalt vollständig zu Gemüte geführt hat. Das wiederum spricht für die Qualität des Inhalts.

Reputation des Autors

Ist bei einem Text oder einem sonstigen Inhalt im Web der Autor eindeutig identifizierbar, so lässt sich die Reputation des Autors auf die des Inhalts übertragen. Anders formuliert: Ein Autor, der bisher gute Inhalte produziert hat, wird dies mit hoher Wahrscheinlichkeit, ähnlich gewissenhaft beim vorliegenden Inhalt getan haben.

Im folgenden Schaubild sind die vier Wertungsansätze noch einmal zusammengefasst:

Anmerkung: Social Media, ließe sich auch sinnvoll unter Punkt drei „Feedback der Besucher“ einordnen: Ein Like, Share oder Tweet wäre demnach eine positive Wertung, die ein Besucher über einen Inhalt abgibt.
Wir haben uns dennoch dazu entschieden, Social Media zu Punkt zwei hinzuzuzählen, weil für uns die Ähnlichkeit zwischen Hyperlink und Social Signal ausschlaggebend war.

Wir kennen nun die vier grundsätzlichen Wertungsansätze. Diese möchten wir nun in den folgenden Teilabschnitten etwas genauer beschreiben. Hierbei wollen wir zu jedem Wertungsansatz ein bis zwei konkrete Beispiele geben, um zu zeigen, wie dieser in der Praxis umgesetzt werden kann.

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