Was ist Online Marketing?

Begriffe des Online Marketing einfach und verständlich erklärt

Was ist Online Marketing? Dieser Frage soll im folgenden Artikel auf den Grund gegangen werden. Wir versuchen einen Überblick über die verschiedenen Teilbereiche des Onlinemarketing zu geben. Sie finden in diesem Beitrag außerdem viele nützliche Verweise auf andere Artikel, die sich mit den Unterpunkten des Online Marketing beschäftigen.
Schluss mit Halbwissen und ungenauen Begrifflichkeiten! Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und freuen uns über Ihr Feedback.

Zunächst einmal sollte der Begriff eingegrenzt werden: Der Themenkomplex Marketing umfasst die Werbung, die Preisgestaltung, die Distributionspolitik und die Produktpolitik. Beim Online-Marketing werden diese Bereiche im Kontext des Internet betrachtet. Im Volksmund wird Marketing oft fälschlicherweise mit Werbung gleichgesetzt und die andere Aspekte somit ausgelassen. Besonders im Onlinemarketing scheinen die Preisgestaltung, die Distributionspolitik sowie die Produktpolitik in den Hintergrund gedrängt zu werden. Obwohl wir dies nicht unbedingt gut heißen, möchten auch wir uns im folgenden Artikel auf die Werbung bzw. die Promotionspolitik im Internet konzentrieren.

Die Werbekanäle im Onlinemarketing

Grundsätzlich lassen sich drei große Werbekanäle identifizieren, über die Firmen potentielle (oder bereits existierende) Kunden im Internet ansprechen können:

  • Die eigene Website
  • Fremde Websites
  • Direkter Kontakt per Email

Die eigene Website

Die eigene Website nimmt im Marketing-Mix vieler Unternehmen eine zentrale Rolle ein. Dies hängt mit den geringen Restriktionen zusammen, die einen bei der Gestaltung der eigenen Webpräsenz einschränken: Auf der eigenen Website ist fast Alles möglich! Je nach Geschäftsmodell können, durch die Implementierung eines Onlineshops auf der Website, Geschäftsabschlüsse direkt online abgewickelt werden.
Doch wie betreibt man erfolgreich eine Website? Diese Problematik lässt sich wieder in mehrere Teilprobleme aufteilen: Zunächsteinmal ist es unumgänglich, ein schlüssiges Website-Konzept auszuarbeiten: Was soll der Webauftritt leisten können.  Konkret sollte ein Website-Konzept die folgenden Punkte beinhalten:

  • Die Domain(s) unter der sie erreicht werden soll
  • Soll die Website mehrsprachig sein?
  • Ist geplant, regelmäßig Inhalte/Artikel online zu stellen?
  • Soll ein Shop-System integriert sein?
  • Gibt es einen Bereich, auf den nur angemeldete Besucher Zugriff haben?
  • Soll das Layout der Seite besondere grafische Effekte beinhalten?
  • Die geplante Anzahl Besucher pro Tag

Hieraus ergeben sich die Anforderungen an das Hosting und die Programmierung.
Das gezielte Anpassen der Inhalte und der technischen Rahmenbedingungen an die Anforderungen und Präferenzen von Suchmaschinen bezeichnet man gemeinhin als OnPage-Optimierung. Diese bildet einen Teilaspekt der Suchmaschinenoptimierung (Searchengine Optimization oder kurz SEO). Auf die Suchmaschinenoptimierung wird weiter unten noch eingegangen.

Neben den technischen Fragen, muss sich der Website-Betreiber mit den wirtschaftlichen Aspekten seines Webauftritts auseinander setzten: Wodurch soll sich die Website finanzieren: Shop, Werbung etc. Auch die Kosten, die durch das Hosting, die Entwicklung und die Pflege entstehen müssen beachtet werden.

Anmerkung: Den Einnahmequellen von Blogs und Informationsplattformen gehen wir in unserem Beitrag Mit einer Webseite Geld verdienen auf den Grund.

Alles in allem eine klassische Investition- bzw. Kosten- & Leistungsrechnung. Hinzu kommt eine regelmäßige Erfolgskontrolle. Diese wird letztenendes anhand der Erträge und der Aufwendungen durchgeführt. Im Online-Bereich gelten weitere wichtige Kenntzahlen, wie z.B. die Besucherzahlen als vorgelagerte Indikatoren auf den wirtschaftlichen Erfolg einer Website. Tiefere Einblicke in dieses Thema bietet Ihnen der Artikel Traffic messen.

Darüber hinaus muss sich der Website-Betreiber mit einigen juristischen Bereichen auskennen. Neben dem obligatorischen Impressum müssen eventuell Datenschutzhinweisen und AGBs formuliert werden.

Werbung auf fremden Websites

Zu den Grundprinzipien des sogenannten Hypertext-basierten Web zählt, dass ein Besucher durch die Benutzung eines (Hyper-) Links von einer Weseite zu einer anderen weitergeleitet wird. Daraus leitet sich das Ziel eines jeden Website-Betreibers ab, möglichst viele eingehende Links von möglichst “guten” Websites zu generieren. Eine Verlinkung kann in Form eines Bildes, einen Textes oder in vergleichbarer Weise umgesetzt sein.

Da Links Besucher weiterleiten und damit zum wirtschaftlichen Erfolg einer Website beitragen, ist es nur logisch, dass diese gehandelt werden. Auf Handelsplattformen oder im direkten Kontakt (aka Linkbuilding) werden Links getausch, gemietet oder gekauft.

Eine besondere Rolle spielen hier die Suchmaschinen und die Sozialen Netzwerke, da Sie über einen imensen Verbreitungsgrad verfügen. Eine detaillierte Betrachtung würde an dieser Stelle zu weit führen. Es soll jedoch festgehalten werden, dass auch hier Werbung geschaltet, das heißt: Links platziert werden können. Bei den Suchmaschinen spricht man in diesem Zusammenhang vom Searchengine Advertising (SEA). Die Bemühung um Links und Empfehlungen in Sozialen Netzwerken wie Facebook unterliegt dem Social Media.
Im Kontext des Social Media Marketing wird oft versucht virales Marketing zu betreiben. Virale Marketingkampagnen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Zielgruppe dazu ermuntern aktiv an der Weiterverbreitung der Werbeinhalte zu partizipieren. Dies kann beispielsweise in Form von Facebook “likes” eines besonders lustigen Werbevideos geschehen.

Eien großen Anteil der sogenannten Suchmaschinenoptimierung (SEO) nimmt das Linkbuilding ein, die aktive Bemühung um Verlinkung umschreibt. Viele Links von guten Websites (Backlinks genannt) lassen die eigene Website bei Suchanfragen häufiger auf den ersten Plätzen der Suchergebnisliste auftauchen. Das bedeutet wiederum: Mehr Besucher.
Im Artikel Wie funktionieren Suchmaschinen? wird Ihnen ausführlich erklärt, wie moderne Suchmaschinen arbeiten.
Einen interessanter Artikel zum Thema Backlinks finden Sie hier: Den Wert eines Backlinks bestimmen

Bietet der Websitebetreiber besonders kreative Anreize für die Besucher, auf seine Seite zu verlinken z.B. durch ein Gewinnspiel, so spricht man von einem Linkbait. Diese Maßnahme des Linkbuilding ist sehr gut vergleichbar mit den viralen Marketingkampagnen im Social Media.
Mehr zum Thema Linkbait erfahren Sie in unserem Artikel: Was ist ein Linkbait?

Werbeflächen wie Banner oder im Websitetext integrierte Werbelinks (z.B. AdWords) stellen eine weitere kommerzielle Variante da, um gezielt Besucher auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen. Die Belohung findet hier in der Regel auf Basis der Häufigkeit der Einblendung der Werbefläche (per view) oder der Anzahl der Klicks auf eben diese (per click) statt. Beliebter bei den Werbetreibenden sind allerdings die sogenannten Affiliateprogramme, bei denen für Kontaktdaten (leads) oder prozentual am Verkaufswert (sell) eine Vermittlungsgebühr entrichtet wird. Vorteilhaft am Affiliate-Modell ist, dass nur gezahlt wird, wenn auch ein wirtschaftlicher Erfolg (z.B. ein Verkauf) verbucht wurde.

Newsletter-Marketing

Zur Abrundung des Marketingmixes im Onlinebereich darf die Email als Werbekanal nicht fehlen: Per Email können Bestandskunden über neue Produkte und Leistungen auf dem Laufenden gehalten werden. Dies bezeichnet man als Newsletter-Marketing. Beim Newsletter-Marketing gilt es jedoch auf der Hut zu sein: Hier sind die gesetzlichen Regelungen in den letzen Jahren sehr strikt geworden. Kurz gesagt: Sie dürfen nicht einfach in potentielle Kunden anschreiben – mag dies auch noch so verlockend sein.

Fazit

Das Online-Marketing ist ein vergleichsweise junges aber dennoch extrem weites Feld. Wir hoffen wir konnten Ihnen mit diesem Artikel einen guten Einstieg in die Thematik ermöglichen.



Bilder: FreeDigitalPhotos.net

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